Kreuzgang des Noviziats
Dieser Kreuzgang darf nur in Begleitung eines Paters oder einer
bemächtigten Aufsichtsperson besichtigt werden,
die die Öffnungszeiten kennt.
Der elegante Kreuzgang des Noviziats trägt diesen
Namen, weil in einem seiner Flügel die jungen franziskanischen
Ordensaspiranten wohnen. Der Laubengang besteht aus
großen gotischen Bögen, die auf eleganten
Säulen aufbauen. Die darüber liegende Loggia
(Balkon) ist Renaissancestil: Der Komplex wurde zwischen
1474 und 1482 erbaut. Im Zentrum befindet sich ein Tiefbrunnen
mit Verzierungen von Giovanni Minello (1492).
Die Besonderheit dieses Innenhofes ist das Grün des
Rasens, die Atmosphäre der Stille und des Friedens,
die man deutlich verspüren kann, und schließlich
der zauberhafte Blick auf die Basilika.
Kreuzgang der Magnolie (oder des Kapitels)
Vom rechten (südlichen) Seitenausgang der Basilika
begeben wir uns in den ersten Kreuzgang, den Kreuzgang
der Magnolie, der seinen Namen der riesigen Magnolia
grandiflora" (aus dem Jahr 1810) inmitten des Rasens
verdankt.Die Architektur ist seit dem Jahr 1433 unverändert
geblieben. Auch hier, wie in den anderen Innenhöfen,
finden wir Grabsteine, beschädigte Fresken, Skulpturen
und Anderes mehr.
An der Südseite des Innenhofes befindet sich das Souvenirgeschäft
und das Pilgerbüro, wo die Mitglieder der Antoniusfamilie
ihre Mitgliedschaft erneuern können.
Auf der anderen Seite des Kreuzganges befindet sich
hingegen das Informationsbüro
Kreuzgang des Generals
Vom Souvenirgeschäft oder vom Kreuzgang der Magnolie
erreicht man den Kreuzgang des Generals (aus
dem Jahr 1435, von Cristoforo da Bolzano gezeichnet).
Er verdankt seinen Namen den Sälen des Generalministers
(oder der Autoritäten des Ordens), der bei seinen
Besuchen in diesem Konventstrakt wohnt. Von hier erreicht
man auch die Biblioteca Antoniana.
Die
Westseite dieses Innenhofes beherbergt die Mostra
Antoniana (Antonianische Ausstellung).
Kreuzgang des seligen Luca Belludi (oder des Museums)
Es ist dies der größte und sonnigste Kreuzgang
gotischen Charakters mit Einflüssen aus der Renaissance:
er wurde zwischen 1496 und 1612 erbaut. Erst vor
wenigen Jahren wurde er den Patres zurückgegeben,
nachdem er seit der napoleonischen Besatzungszeit dem
Staat gehörte und das Staatsarchiv, das Museum
und die Bibliothek Paduas beherbergte. Heute haben
verschiedene religiöse und kulturelle Institutionen
ihren Sitz, unter anderen das
Centro
Studi Antoniani" (Zentrum des antonianischen
Studiums) und das Antonianische Museum, das dem
Publikum offen steht.
Der Vorplatz der Basilika
Vom Vorplatz der Basilika aus erreicht man zwei
weniger bekannte Kapellen großen Kunstwertes.
Das Oratorium des hl. Georg
Am
Ausgang des Kreuzganges der Magnolie, stoßen
wir zu unserer Linken auf das Grabmonument des Rolando
da Piazzola, Jurist und Politiker, gestorben 1323.
Gleich anschließend befindet sich das kleine gotische
Schmuckstück, das Oratorium des hl. Georg.
Erbaut wurde es als Totenkapelle des Geschlechts der
Marchese Lupi di Soragna; der Bau wurde 1377 abgeschlossen.
Das Innere hat Altichiero da Zevio ausgemalt.
Er vollendete seinen herrlichen Gemäldezyklus im
Jahr 1384.
An der Altarwand ist die Kreuzigung Christi und die Krönung
Mariens dargestellt, auf der Innenseite der Fassade
Mariä Verkündigung, die Anbetung der Hirten,
die heiligen drei Könige, die Flucht nach Ägypten
und Jesus im Tempel; an der linken Wand die Legende
des hl. Georg, an der rechten Wand Szenen aus dem Leben
der hl. Katharina und der hl. Luzia.
Die
"Scoletta" (Schule des Heiligen)
Im
Volksmund wird sie Scoletta genannt; die Schule des
Heiligen entstand als Sitz der Bruderschaft des hl.
Antonius und wurde in ihrem unteren Teil um das
Jahr 1430 gebaut, im oberen um 1504. Der obere enthält
einen Zyklus von 18 Gemälden, die in den ersten
Jahren des 16.Jahrhunderts entstanden sind, mit Szenen
aus dem Leben des hl. Antonius.
Vier dieser Gemälde (teils auf Leinwand, teils
Fresken) sind Jugendwerke von Tizian Vecellio (1511):Austeilung
des gesegneten Brotes; der hl. Antonius bringt ein Neugeborenes
zum Sprechen; ein eifersüchtiger Ehemann erdolcht
seine Gattin;der hl. Antonius heilt einen jungen Mann, der sich einen
Fuß abgehauen hatte.
Die Gemälde haben nach der letzten Restaurierung
(1970) ihren ursprünglichen Glanz wiedergewonnen.Die
Bruderschaft des hl. Antonius ist auch wegen seines
jährlichen Wettbewerbes der guten Werke"
auf nationaler Ebene bekannt.
Das
Monument des Gattamelata.
Der
Vorplatz der Basilika diente einst als Friedhof; davon
zeugen noch einige Grabmäler. Heute wird er
von der Statue des Kondottiere Erasmus da Narni - Gattamelata
genannt - beherrscht, dessen Grab wir in der Sakramentskapelle
vorgefunden haben; es handelt sich um eine Bronzeskulptur
Donatellos aus dem Jahr 1453. Sie ist das erste,
in Italien gegossene Reiterstandbild seit der römischen
Epoche.
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