| Antonius war der erste Bruder des
franziskanischen Ordens, der mit Franziskus' Erlaubnis
die heilige Theologie lehrte. Er unterrichtete auch
in Padua, und gründete eine Schule, die zum Studium
generale des Ordens wurde.
Neben der internen Schule lehrten die Brüder auch
an den Lehrstühlen für Theologie und Philosophie
der Universität Padua. Diese wiederum brauchten
Bücher und eine Bibliothek. Durch gezielt angekaufte
Bücher auf Beschluss des Ordens, durch verschiedene
Erbgüter von Laien und Schenkungen von Wohltätern
wuchs die Bibliothek rasch an.
Im Jahr 1396 zählte sie bereits 400 Handschriften;
heute sind es über 800, von denen 600
aus dem Mittelalter stammen. Dazu kommen noch wertvolle
Druckarbeiten aus dem 15. bis zum 17. Jahrhundert.
Die antonianische Bibliothek wurde Mitte des 15. Jahrhunderts
auf den heutigen Sitz verlegt. Der große, helle
Saal, ist mit Fresken aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts
geschmückt, u.a. die Glorie Mariens inmitten der
franziskanischen Heiligen und Theologen. Aus dem 18.
Jahrhundert stammen die 24 Schränke aus Wurzelholz.
Große Choralbücher für den gregorianischen
Gesang, häufig mit Miniaturen versehen, sind in
Glasschränken ausgestellt.
Unter den Manuskripten befindet sich auch der berühmte
Schatzkodex, der die Werke des hl. Antonius enthält.
Zu bewundern sind auch die zwei Erd- bzw. Himmelsgloben
von Pater Vincenzo Coronelli, der Kosmograph
der Republik Venedig (1650-1718).
Öffnungszeiten: von Montag bis Freitag: von 9,00
bis 12,00 Uhr und von 14,30 bis 16,30
Uhr.
Für Informationen: info@bibliotecaantoniana.191.it
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